2. Mannschaft verliert 2-6 gegen den Düsseldorfer SV

Zehn einsatzbereite Spieler bei nur acht Brettern – ein Luxusproblem, das uns kurzfristig noch einmal zu einer Anpassung der Aufstellung zwang. Sebastian Faupel hatte bereits im Vorfeld angekündigt, diesmal nur als Zuschauer dabei zu sein. Spontan entschied auch ich mich zum Verzicht und ermöglichte so Jaro Münnekehoff den Einsatz. Frank wollte ursprünglich ebenfalls pausieren, doch nach zweimaligem Münzwurf – man glaubt es kaum – fiel die Entscheidung letztlich zu meinen „Ungunsten“ aus: Ich nahm neben Sebastian am Rand Platz.

Diese Konstellation hatte allerdings zur Folge, dass jeder von uns ein Brett nach oben rutschte. Gegen den Tabellenführer aus Düsseldorf – ohnehin klarer Favorit – machte das die Aufgabe nicht leichter.

Frühe Rückschläge und ein Remis an Brett eins
Keine zwei Stunden waren gespielt, da stand die erste Niederlage fest. Manfred Kubiak resümierte später selbstkritisch, er habe „heute einfach nichts gesehen“ – eine ehrliche Einschätzung nach einer Partie, in der er nie richtig ins Spiel fand und folgerichtig verlor.

An Brett eins wählte Waldemar Stetinger mit den schwarzen Steinen eine geschlossene Partieanlage. Zwischenzeitlich gelang es ihm sogar, einen Bauern zu gewinnen. Die Engine mochte die Stellung sehr (-4), was Waldemar offenbar anders einschätzte. Kurzerhand bot er Remis an – und der Gegner nahm dankend an. In der konkreten Mannschaftssituation sicherlich kein schlechtes Ergebnis, auch wenn objektiv wohl mehr Spannung in der Stellung lag.

Gerhard Lohmann begann wie gewohnt grundsolide und erreichte eine völlig ausgeglichene Stellung. Im Mittelspiel unterlief ihm jedoch ein folgenschwerer Fehler: Eine Figur ging verloren. Gerhard zögerte nicht lange und gab die Partie sofort auf – ein gebrauchter Moment in einer bis dahin ordentlichen Vorstellung.

Ein gebrauchter Tag für Walter – starker Kampf von Jaro
Walter Westermann erwischte diesmal keinen guten Start. Bereits nach wenigen Zügen geriet er deutlich in Nachteil und fand sich früh in einer reinen Verteidigungsrolle wieder. Sein Gegner sammelte nach und nach Bauern ein, ohne Walter echtes Gegenspiel zu gestatten. Die Stellung wurde zunehmend hoffnungslos, und Walter musste schließlich die Segel streichen.

Jaro Münnekehoff zeigte gegen seinen deutlich stärkeren Gegner hingegen eine sehr ansprechende Leistung. Zweimal bot er Remis an, doch der Gegner wollte weiterspielen. Leider agierte Jaro über weite Strecken – insbesondere im Endspiel – etwas zu schnell. Dadurch gelang es dem Gegner, die Verteidigung schrittweise aufzubrechen und die Partie doch noch für sich zu entscheiden. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war der Mannschaftskampf entschieden.

In dieser Phase einigte sich Frank mit seinem Gegner auf ein leistungsgerechtes Unentschieden. Auch Heinz Paradies spielte lange eine ausgeglichene Partie, in der keiner der beiden Kontrahenten entscheidend in Vorteil kam. Sicherlich hätte Heinz noch versuchen können, seine bekannten taktischen Finessen auszupacken, doch angesichts des bereits verlorenen Mannschaftskampfs entschied man sich ebenfalls für Remis.

Ein versöhnlicher Abschluss und ein klarer Endstand
In der letzten Partie des Tages spielte Werner Müller eine gute Eröffnung und brachte seine Figuren immer wieder aktiv ins Spiel. Er suchte konsequent nach Angriffsmöglichkeiten, fand jedoch letztlich nicht den entscheidenden Durchbruch. So endete auch diese Begegnung mit einem Unentschieden.

Am Ende stand eine deutliche 2:6-Niederlage gegen den Tabellenführer – ein Ergebnis, das den Spielverlauf insgesamt widerspiegelt, auch wenn an dem einen oder anderen Brett durchaus mehr möglich gewesen wäre.

Besonders gefreut hat mich der Besuch unseres Ehrenvorsitzenden Gerhard Paradies, der den Mannschaftskampf vor Ort verfolgte und uns unterstützte.

Ausblick
Am 22. März geht es nach Witzhelden. Dort haben wir die Chance, den endgültigen Klassenerhalt perfekt zu machen. Mit einer geschlossenen Mannschaftsleistung und etwas mehr Fortune als diesmal sollte das möglich sein.